ASB - allgemeine Systematik

Aus FaMI Azubi Wiki
Wechseln zu:Navigation, Suche

Im Jahr 1956 wurde die erste Form der „allgemeinen Systematik für Öffentliche Bibliotheken“ veröffentlicht. Eine Neufassung mit alphabetischem Schlagwortregister gab es 1999. Ursprünglich sollte die ASB in Öffentlichen Bibliotheken als Normklassifikation angewendet werden. Sie konnte sich jedoch nicht durchsetzten, da sich individuelle und lokale Variationen der ASB entwickelt hatten.

Es gibt in der ASB 23 Hauptgruppen, die mit Großbuchstaben bezeichnet sind. Jede Hauptgruppe wird durch Hinzufügen eines Kleinbuchstabens in unterschiedlich viele Gruppen gegliedert. Weitere Unterteilungen werden durch Anfügen eines weiteren Kleinbuchstaben bzw. ein bis drei Ziffern gekennzeichnet. Dies bezeichnet man als „gemischte Notation“.


Die ASB ist keine fein gegliederte Klassifikation. Sie reicht jedoch für einen Bestand von ca. 50 000 Bänden aus. Der Vorteil dieser einfachen Klassifikation ist die leichte Übersichtlichkeit. Eine feinere Erschließung wird durch die Ergänzung von Personennamen, sowie Orts- oder Sprachbezeichnungen in der Systematik möglich.

Für die „Kinder- und Jugendbibliotheken“ gibt es eigene Systematiken, die aus der „alten“ ASB entwickelt wurde. Auch für die „Systematik der Musikliteratur und der Musikalien für Öffentliche Musikbibliotheken“ (SMM) und die "Tonträgersystematik Musik" (TSM) gibt es eigene Systematiken.

Neben der ASB werden darauf aufbauende und somit stärker gegliederte Systematiken oder völlig andere Klassifikationen verwendet.

Die Systematik der Stadtbibliothek Duisburg (SSD) ist eine Weiterentwicklung der ASB und ist relativ weit verbreitet, ebenso die Systematik für Bibliotheken (SfB, Ursprung: Systematik der Stadtbibliothek Hannover).

Ein gemeinsamer alphabetischer Schlagwortkatalog für den ASB, SSD und SfB erschien 1986. Dort sind für jedes Schlagwort die Notationen der drei Systeme aufgeführt.

Wissenschaftliche Universal- und Spezialbibliotheken erstellen in der Regel für ihre Bibliothek eine eigene Klassifikation.


Quellen

  • Gantert, Klaus: Bibliothekarisches Grundwissen / Klaus Gantert ; Rupert Hacker - 8. vollst. neubearb. und erw. Aufl. - München : Sauer, 2008 - ISBN 978-3-598-11771-8, S. 184-196
  • Böttger, Klaus-Peter: Basiskenntnisse Bibliothek / Klaus-Peter Böttger - 5. neubearb. und erw. Aufl. - Bad Honnef : Bock + Herchen, 2011 - ISBN 978-3-88347-277-5, S. 186-208