Bildarchiv

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Als Bildarchiv bezeichnet man eine größere Ansammlung von Bildern bzw. Fotos, die nach bestimmten Kriterien geordnet worden sind. Bildarchive werden zur Dokumentation, zum Sammeln und auch (vor allem bei Bildagenturen) für kommerzielle Zwecke genutzt. Private Bildersammlungen können zwar als Bildarchiv betitelt werden, in der Regel ist mit dem Begriff Bildarchiv jedoch ein professionell betriebenes Bildarchiv gemeint, wie es vor allem bei Bildagenturen vorhanden ist.

Nicht-kommerzielle Bildstellen

Neben Bildagenturen gibt es auch noch andere, unselbständige Einrichtungen mit einem eigenen Bildarchiv. Solche Bildstellen findet man in Institutionen wie Museen, Archiven, Behörden usw., aber auch in Verlagen und anderen Unternehmen. Diese Institutionen bzw. Unternehmen sind Träger ihrer jeweiligen Bildstelle und haben als solcher Richtlinienkompetenz.
Der Träger kann bestimmen, welche Themenbereiche die Bildstelle abdecken soll. Auch rechtlich gesehen sind diese Bildstellen unselbständig.[1]

Oft stellt die Bildstelle in Unternehmen eine Einrichtung dar, die nicht unmittelbar der kommerziellen Verwertung von Fotos und Bildern dient, sondern die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit und Marketing mit Bildern unterstützt.
Verlage dokumentieren ihre eigenen Publikationstätigkeiten und Produkte. Dazu gehört auch die Pflege der eigenen Bildarchive.
Beim Rundfunk sind Bildstellen wichtig, weil sie für neue Fernsehproduktionen Bildmaterial bereitstellen.
In "Gedächtnis-Einrichtungen" wie Archiven, Bibliotheken und Museen steht vor allem der kulturhistorische Wert der Fotos und Bilder im Vordergrund.
Bildsammlungen in Archiven ergänzen die Überlieferungen des Archivsprengels, während in Museen Fotos vor allem der fotographischen Präsentation von Exponaten dienen und einen Nachweis für den Fundus darstellen.
Bibliotheken verwenden Bilder für Unterhaltung und Bildung, sowie für pädagogische Zwecke.[2]

Quellen

  1. Müller-Heiden, Barbara: Fachrichtung Bildagentur. Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste. Ein Leitfaden zur Ausbildung. Sinzheim: PIAG 2009; S. 19-20
  2. Müller-Heiden, Barbara; Sinzheim: PIAG 2009; S. 24