Bundesarchiv: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Bundesarchiv wurde 1952 gegründet. Als Standort wurde Koblenz fest gelegt. Koblenz wurde wegen der Nähe zur damaligen Bundeshauptstadt Bonn als provisorische Lösung gewählt.
 
Das Bundesarchiv wurde 1952 gegründet. Als Standort wurde Koblenz fest gelegt. Koblenz wurde wegen der Nähe zur damaligen Bundeshauptstadt Bonn als provisorische Lösung gewählt.
Der Vorgänger war das Reichsarchiv. Im Laufe der Jahre wurden weitere Archivstandorte gegründet.  
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Der Vorgänger war das Reichsarchiv. Im Laufe der Jahre wurden weitere Archivstandorte gegründet. <br />
 
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Beispielsweise 1968 wurde das Militärarchiv nach Freiburg verlegt. Es gibt mittlerweile 9 Archivstandorte in der Bundesrepublik Deutschland. Die Hauptstelle ist weiterhin Koblenz. Diese Position wurde mit dem Bau des neuen und immer noch effizienten Archivgebäudes auf der Karthause bestätigt. 1986 war der Bau und Umzug aller Akten vollendet. 1988 werden die allgemeinen Zugangsrechte und die Aufgaben des Bundesarchiv gesetzlich verankert unter dem „Gesetz über die Sicherung und Nutzung von Archivgut des Bundes“ – DasBundesarchivgesetz.  
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Beispielsweise 1968 wurde das Militärarchiv nach Freiburg verlegt. Es gibt mittlerweile 9 Archivstandorte in der Bundesrepublik Deutschland. Die Hauptstelle ist weiterhin Koblenz. Diese Position wurde mit dem Bau des neuen und immer noch effizienten Archivgebäudes auf der Karthause bestätigt. 1986 war der Bau und Umzug aller Akten vollendet. 1988 werden die allgemeinen Zugangsrechte und die Aufgaben des Bundesarchiv gesetzlich verankert unter dem „Gesetz über die Sicherung und Nutzung von Archivgut des Bundes“ – Das Bundesarchivgesetz.  
 
   
 
   
 
Im Zuge der Wiedervereinigung 1990 werden die Archive der DDR ins Bundesarchiv eingegliedert.
 
Im Zuge der Wiedervereinigung 1990 werden die Archive der DDR ins Bundesarchiv eingegliedert.
 
== Die Standorte ==
 
== Die Standorte ==
===Koblenz===  
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==Koblenz==  
 
Ist die Hauptstelle mit Sitz des Präsidenten des Bundesarchivs. Der Bestand umfasst die Bundesrepublik Deutschland ab 1949 und die Besatzungszonen von 1946 – 1949.
 
Ist die Hauptstelle mit Sitz des Präsidenten des Bundesarchivs. Der Bestand umfasst die Bundesrepublik Deutschland ab 1949 und die Besatzungszonen von 1946 – 1949.
  
===Berlin-Lichterfelde===
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==Berlin-Lichterfelde==
 
Der Bestand umfasst das Deutsche Reich (1867/71 – 1945), die DDR (1949– 1990) und die Akten der Stiftung der Parteien und Massenorganisationen der DDR (SAPMO). Das Archivgut der SAPMO umfasst Akten die außerhalb der staatlichen Behörden der DDR bei den politischen Entscheidungen zur Kontrolle und Steuerung von Staat und Gesellschaft entstanden ist.
 
Der Bestand umfasst das Deutsche Reich (1867/71 – 1945), die DDR (1949– 1990) und die Akten der Stiftung der Parteien und Massenorganisationen der DDR (SAPMO). Das Archivgut der SAPMO umfasst Akten die außerhalb der staatlichen Behörden der DDR bei den politischen Entscheidungen zur Kontrolle und Steuerung von Staat und Gesellschaft entstanden ist.
  
===Berlin-Wilmersdorf===
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==Berlin-Wilmersdorf==
 
Der Standort des Filmarchivs.  
 
Der Standort des Filmarchivs.  
  
===Freiburg===
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==Freiburg==
 
Der Standort des Militärarchivs. Die Bestände der Abteilung Militärarchiv umfassen die Überlieferung (insbes. Sachakten, Karten, Konstruktionspläne, Fotos) staatlicher militärischer Stellen seit dem Jahre 1867 bis in die Gegenwart.
 
Der Standort des Militärarchivs. Die Bestände der Abteilung Militärarchiv umfassen die Überlieferung (insbes. Sachakten, Karten, Konstruktionspläne, Fotos) staatlicher militärischer Stellen seit dem Jahre 1867 bis in die Gegenwart.
  
===Bayreuth===
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==Bayreuth==
 
Der Standort des Lastenausgleichsarchiv.
 
Der Standort des Lastenausgleichsarchiv.
  
===Ludwigsburg===
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==Ludwigsburg==
 
Der Bestand umfasst die Zentrale Stelle (ZSt) zur Aufklärung national-sozialistischer Verbrechen als gemeinschaftliche Einrichtung der Landesjustizverwaltungen. (errichtet 1958)
 
Der Bestand umfasst die Zentrale Stelle (ZSt) zur Aufklärung national-sozialistischer Verbrechen als gemeinschaftliche Einrichtung der Landesjustizverwaltungen. (errichtet 1958)
  
===Rastatt===
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==Rastatt==
Erinnerungsstättefür die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte. DieseAußenstelle des Bundesarchivs versteht sich ganz im Sinne vonHeinemann als "lebendige Stätte der Anschauung und Begegnung"mit Demokratie in ihrer spezifisch deutschen Tradition.
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Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte. Diese Außenstelle des Bundesarchivs versteht sich ganz im Sinne von Heinemann als "lebendige Stätte der Anschauung und Begegnung" mit Demokratie in ihrer spezifisch deutschen Tradition.
  
===Sankt Augustin-Hangelar & Berlin-Hoppegarten===
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==Sankt Augustin-Hangelar & Berlin-Hoppegarten==
Zwischenarchivefür die obersten Bundesbehörten
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Zwischenarchive für die obersten Bundesbehörten.
  
 
==Die Aufgaben==
 
==Die Aufgaben==
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* Verwertung
 
* Verwertung
  
===Behördenberatung===
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==Behördenberatung==
Behördenkönnen sich an das Bundesarchiv wenden oder werden in verschiedenenFällen vom Archiv selbst angesprochen.
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Behörden können sich an das Bundesarchiv wenden oder werden in verschiedenen Fällen vom Archiv selbst angesprochen.
DasArchiv berät über Themen wie die optimale Schriftgutverwaltung, dieErstellung und Führung von Aktenplänen, die Einführungelektronischer Systeme.
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Das Archiv berät über Themen wie die optimale Schriftgutverwaltung, die Erstellung und Führung von Aktenplänen, die Einführung elektronischer Systeme.
DasArchiv gibt auch Hilfestellung bei der Aussonderung elektronischerund analoger Akten.
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Das Archiv gibt auch Hilfestellung bei der Aussonderung elektronischer und analoger Akten.
  
===Sicherung von Archivgut===
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==Sicherung von Archivgut==
DieÜbernahme erfolgt in einem standardisierten Anbietungs- undÜbernahmeverfahren. Nach der Übernahme der Akten ins Archiv wirddie Vollständigkeit geprüft und die Akten werden elektronischerfasst. Das bedeutet, der Zugang wird magazintechnisch bearbeitet,die Akten werden einem Bestand zugeteilt, die Archivnummern werdenvergeben und die Akten werden signiert. Anschließend werden dieAkten eingelagert.
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Die Übernahme erfolgt in einem standardisierten Anbietungs- und Übernahmeverfahren. Nach der Übernahme der Akten ins Archiv wird die Vollständigkeit geprüft und die Akten werden elektronisch erfasst. Das bedeutet, der Zugang wird magazintechnisch bearbeitet, die Akten werden einem Bestand zugeteilt, die Archivnummern werden vergeben und die Akten werden signiert. Anschließend werden die Akten eingelagert.
ZurSicherung gehört die Bestandserhaltung. Darunter fällt der Schutzdes Archivguts. Die Akten werden sachgerecht in säurefreienArchivboxen umgelagert, sie werden entmetallisiert und anschließendautomatisch verfilmt. Die Lagerung erfolgt im Magazin desBundesarchivs.  
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Zur Sicherung gehört die Bestandserhaltung. Darunter fällt der Schutz des Archivguts. Die Akten werden sachgerecht in säurefreien Archivboxen umgelagert, sie werden entmetallisiert und anschließend automatisch verfilmt. Die Lagerung erfolgt im Magazin des Bundesarchivs.  
DieAkten werden auch für die weitere Verwendung konserviert. Manreinigt die Akten und danach wird dem Papier die Säure entzogen. Beibestimmten Papiersorten wird umkopiert, da sie nicht auf Dauerhaltbar sind. Diese kopierten Texte werden besonders gekennzeichnet.  
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Die Akten werden auch für die weitere Verwendung konserviert. Man reinigt die Akten und danach wird dem Papier die Säure entzogen. Bei bestimmten Papiersorten wird umkopiert, da sie nicht auf Dauer haltbar sind. Diese kopierten Texte werden besonders gekennzeichnet.  
ZurSicherung gehört auch die Restauration von Archivgut. Aufgaben wiedas Anfasern wird direkt im Bundesarchiv vorgenommen. BeiSchimmelbefall werden die Akten luftdicht verschweißt und zurBestrahlung gegeben. Seit 2010 besitzt Bundesarchiv Koblenz eineGefriertrocknungsanlage. Durch ein Vakuum können gefrorene Aktenüber mehrere Tage getrocknet werden. Aktuell werden im BundesarchivAkten des Stadtarchivs Köln getrocknet.
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Zur Sicherung gehört auch die Restauration von Archivgut. Aufgaben wie das Anfasern wird direkt im Bundesarchiv vorgenommen. Bei Schimmelbefall werden die Akten luftdicht verschweißt und zur Bestrahlung gegeben. Seit 2010 besitzt das Bundesarchiv Koblenz eine Gefriertrocknungsanlage. Durch ein Vakuum können gefrorene Aktenüber mehrere Tage getrocknet werden. Aktuell werden im Bundesarchiv Akten des Stadtarchivs Köln getrocknet.
  
===Nutzbarmachung===
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==Nutzbarmachung==
  
====Bewertung====
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==Bewertung==
Bevordie Akten zu Archivgut werden müssen sie bewertet werden. DieArchivare des Bundesarchivs entscheiden über Aufbewahrung oderKassation der Massenakten. Das Bundesarchiv entscheiden nach Ablaufder Aufbewahrungsfrist. Die Entscheidungskriterien umfassen:
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Bevor die Akten zu Archivgut werden müssen sie bewertet werden. Die Archivare des Bundesarchivs entscheiden über Aufbewahrung oder Kassation der Massenakten. Das Bundesarchiv entscheiden nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist. Die Entscheidungskriterien umfassen:
  
 
* Die Erforschung oder das Verständnis der deutschen Geschichte
 
* Die Erforschung oder das Verständnis der deutschen Geschichte
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* Die Bereitstellung von Informationen für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtssprechung
 
* Die Bereitstellung von Informationen für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtssprechung
  
Es gibt mehrere Bewertungskriterien des Bundesarchivs. Das wichtigsteKriterium für die Bewertung von Akten der Bundesbehörden ist dieZuständigkeit. Es werden nur Akten übernommen, wenn die abgebendeStelle federführend in der Zuständigkeit ist. Ergänzende Bewertungsmotive sind die Art der Aufgabe (z.B. Gesetzgebungsverfahren), Bedeutung der wahrgenommenen Aufgabe, Umfangder Aufgabenwahrnehmung, Aktenführung, Überlieferungsverhältnisse.
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Es gibt mehrere Bewertungskriterien des Bundesarchivs. Das wichtigste Kriterium für die Bewertung von Akten der Bundesbehörden ist die Zuständigkeit. Es werden nur Akten übernommen, wenn die abgebende Stelle federführend in der Zuständigkeit ist. Ergänzende Bewertungsmotive sind die Art der Aufgabe (z.B. Gesetzgebungsverfahren), Bedeutung der wahrgenommenen Aufgabe, Umfang der Aufgabenwahrnehmung, Aktenführung, Überlieferungsverhältnisse.
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==Erschließung==
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Um das Archivgut nutzen zu können, muss es erschlossen werden. Heute wird alles digital erschlossen und ist genauso online zu recherchieren. Das Bundesarchiv erstellt jedoch weiterhin die klassischen Findbücher, die man vor Ort im Benutzersaal anschauen kann. Diesen Büchern ist aber auch eine CD-ROM beigelegt.
  
====Erschließung====
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Zur Erschließung des Archivgut nutzt das Bundesarchiv gegebene Hilfsmittel wie die Abgabeverzeichnisse und Aktenpläne.
Um das Archivgut nutzen zu können, muss es erschlossen werden. Heutewird alles digital erschlossen und ist genauso online zurecherchieren. Das Bundesarchiv erstellt jedoch weiterhin dieklassischen Findbücher, die man vor Ort im Benutzersaal anschauenkann. Diesen Büchern ist aber auch eine CD-ROM beigelegt.
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Die erste Stufe des Erschließens ist die Aktenart. Das Bundesarchiv unterscheidet unter Sach-, Prozess- oder Personenakten. Jede Art ist unterschiedlich zu erschließen und haben auch unterschiedliche Sperrfisten. Sachakten sind 30 Jahre nach Entstehung frei zugänglich, während Personenakten erst 30 Jahre nach Tod der betreffenden Personzugänglich sind. Falls das Todesdatum unbekannt sein sollte läuftdie Frist erst 110 Jahre nach der Geburt aus und ist Datum bekannt ist die Archivalie 60 Jahre nach Entstehung zugänglich.
  
Zur Erschließung des Archivgut nutzt das Bundesarchiv gegebeneHilfsmittel wie die Abgabeverzeichnisse und Aktenpläne.
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==Informationsvermittlung und Benutzungsdienst==
Dieerste Stufe des Erschließens ist die Aktenart. Das Bundesarchivunterscheidet unter Sach-, Prozess- oder Personenakten. Jede Art istunterschiedlich zu erschließen und haben auch unterschiedlicheSperrfisten. Sachakten sind 30 Jahre nach Entstehung frei zugänglich,während Personenakten erst 30 Jahre nach Tod der betreffenden Personzugänglich sind. Falls das Todesdatum unbekannt sein sollte läuftdie Frist erst 110 Jahre nach der Geburt aus und ist Datum bekanntist die Archivalie 60 Jahre nach Entstehung zugänglich.
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Die Benutzergruppe des Bundesarchivs umfasst: Wissenschaftler, Behörden, Wirtschaftsunternehmen, Journalisten/Publizisten und Privatpersonen.
  
===Informationsvermittlung und Benutzungsdienst===
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Die Benutzung des Bundesarchivs ist ein Jedermann-Recht und durch das Bundesarchivgesetz festgelegt. Die Akten sind jedoch erst nach Ablauf der Schutzfristen einzusehen. Das bedeutet aktuell können nur Akten bis zum Jahr 1981 eingesehen werden.
Die Benutzergruppe des Bundesarchivs umfasst: Wissenschaftler, Behörden,Wirtschaftsunternehmen, Journalisten/Publizisten und Privatpersonen
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Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten der Fristverkürzung (über Benutzungsanträge).
  
Die Benutzung des Bundesarchivs ist ein Jedermann-Recht und durch dasBundesarchivgesetz fest gelegt. Die Akten sind jedoch erst nachAblauf der Schutzfristen einzusehen. Das bedeutet aktuell können nurAkten bis zum Jahr 1981 einzusehen.
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Das Bundesarchiv empfiehlt sich vor dem Besuch im Bundesarchiv zu informieren, nach den Beständen zu recherchieren und sich anzumelden, damit vor Ort mehr Zeit für die Forschung bereit steht und es nicht an den Formalien scheitert.
Esgibt jedoch verschiedene Möglichkeiten der Fristverkürzung.
 
(Benutzungsantragzeigen)
 
  
Das Bundesarchiv empfiehlt sich vor dem Besuch im Bundesarchiv zuinformieren, nach den Beständen zu recherchieren und sichanzumelden, damit vor Ort mehr Zeit für die Forschung bereit stehtund es nicht an der Formalie scheitert.
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==Verwertung==
Verwertung.
 
  
Das Archivgut kann auch für andere Aufgaben als die Benutzung verwendetwerden. Das Beste Bespiel ist der Ausstellungsbereich desBundesarchivs. Aktuell ist dort eine Ausstellung zum Thema Mauerbauzu sehen. Anhand des Archivguts ist die Geschichte des Mauerbausdokumentiert. Man kann Briefe der damaligen Regierenden sehen undWahlplakate oder Fotos aus dem Bildarchiv des Bundesarchivs.
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Das Archivgut kann auch für andere Aufgaben als die Benutzung verwendet werden. Das beste Bespiel ist der Ausstellungsbereich des Bundesarchivs, z.B. eine Ausstellung zum Thema Mauerbau. Anhand des Archivguts ist die Geschichte des Mauerbaus dokumentiert. Man kann Briefe der damaligen Regierenden sehen und Wahlplakate oder Fotos aus dem Bildarchiv des Bundesarchivs.
Sokann jede Ausstellung durch das Archivgut des Bundesarchivsunterstützt werden.
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So kann jede Ausstellung durch das Archivgut des Bundesarchivsunterstützt werden.
  
 
Zur Verwertung gehört ebenso die Erstellung von Editionen z.B. die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung.
 
Zur Verwertung gehört ebenso die Erstellung von Editionen z.B. die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung.
  
=== Recherche im Bundesarchiv ===
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== Recherche im Bundesarchiv ==
Falls etwas im Bundesarchivrecherchiert werden soll, bietet sich die online Recherche an. Mankann auf alle Datenbanken des Bundesarchivs online zugreifen.  
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Falls etwas im Bundesarchiv recherchiert werden soll, bietet sich die online Recherche an. Man kann auf alle Datenbanken des Bundesarchivs online zugreifen.  
Mit ARGUS kann man den Aktenbestand des Bundesarchiv durchsuchen: [http://startext.net-build.de:8080/barch/MidosaSEARCH/search.htm ARGUS Katalog des Bundesbank]
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Mit ARGUS kann man denAktenbestand des Bundesarchiv durchsuchen: [http://startext.net-build.de:8080/barch/MidosaSEARCH/search.htm ARGUS Katalog des Bundesbank]
 
 
Unter der Zentralen Nachlassdatenbank führt das Bundesarchiv in Kooperation mit vielen anderen Archiven eine Datenbank, welche die gezielte Recherche nach Nachlässen anbietet.
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Unter der Zentralen Nachlassdatenbank führt das Bundesarchiv in Kooperation mit vielen anderen Archiven eine Datenbank, welche die gezielte Recherche nach Nachlässen anbietet.
 
http://www.nachlassdatenbank.de/
 
http://www.nachlassdatenbank.de/
 
 
Mit dem digitalen Bildarchiv kann man online auf einen Teil der Bilder des Bundesarchivs zugreifen und sie sich sogar downloaden
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Mit dem digitalen Bildarchiv kann man online auf einen Teil der Bilder des Bundesarchivs zugreifen und sie sich sogar downloaden.
 
http://www.bild.bundesarchiv.de/
 
http://www.bild.bundesarchiv.de/
 
 

Version vom 25. Juni 2013, 11:57 Uhr

Geschichte

Das Bundesarchiv wurde 1952 gegründet. Als Standort wurde Koblenz fest gelegt. Koblenz wurde wegen der Nähe zur damaligen Bundeshauptstadt Bonn als provisorische Lösung gewählt. Der Vorgänger war das Reichsarchiv. Im Laufe der Jahre wurden weitere Archivstandorte gegründet.

Beispielsweise 1968 wurde das Militärarchiv nach Freiburg verlegt. Es gibt mittlerweile 9 Archivstandorte in der Bundesrepublik Deutschland. Die Hauptstelle ist weiterhin Koblenz. Diese Position wurde mit dem Bau des neuen und immer noch effizienten Archivgebäudes auf der Karthause bestätigt. 1986 war der Bau und Umzug aller Akten vollendet. 1988 werden die allgemeinen Zugangsrechte und die Aufgaben des Bundesarchiv gesetzlich verankert unter dem „Gesetz über die Sicherung und Nutzung von Archivgut des Bundes“ – Das Bundesarchivgesetz.

Im Zuge der Wiedervereinigung 1990 werden die Archive der DDR ins Bundesarchiv eingegliedert.

Die Standorte

Koblenz

Ist die Hauptstelle mit Sitz des Präsidenten des Bundesarchivs. Der Bestand umfasst die Bundesrepublik Deutschland ab 1949 und die Besatzungszonen von 1946 – 1949.

Berlin-Lichterfelde

Der Bestand umfasst das Deutsche Reich (1867/71 – 1945), die DDR (1949– 1990) und die Akten der Stiftung der Parteien und Massenorganisationen der DDR (SAPMO). Das Archivgut der SAPMO umfasst Akten die außerhalb der staatlichen Behörden der DDR bei den politischen Entscheidungen zur Kontrolle und Steuerung von Staat und Gesellschaft entstanden ist.

Berlin-Wilmersdorf

Der Standort des Filmarchivs.

Freiburg

Der Standort des Militärarchivs. Die Bestände der Abteilung Militärarchiv umfassen die Überlieferung (insbes. Sachakten, Karten, Konstruktionspläne, Fotos) staatlicher militärischer Stellen seit dem Jahre 1867 bis in die Gegenwart.

Bayreuth

Der Standort des Lastenausgleichsarchiv.

Ludwigsburg

Der Bestand umfasst die Zentrale Stelle (ZSt) zur Aufklärung national-sozialistischer Verbrechen als gemeinschaftliche Einrichtung der Landesjustizverwaltungen. (errichtet 1958)

Rastatt

Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte. Diese Außenstelle des Bundesarchivs versteht sich ganz im Sinne von Heinemann als "lebendige Stätte der Anschauung und Begegnung" mit Demokratie in ihrer spezifisch deutschen Tradition.

Sankt Augustin-Hangelar & Berlin-Hoppegarten

Zwischenarchive für die obersten Bundesbehörten.

Die Aufgaben

Die Aufgaben des Bundesarchivs sind:

  • Behördenberatung
  • Sicherung von Archivgut
  • Nutzbarmachung
  • Informationsvermittlung und Benutzungsdienst
  • Verwertung

Behördenberatung

Behörden können sich an das Bundesarchiv wenden oder werden in verschiedenen Fällen vom Archiv selbst angesprochen. Das Archiv berät über Themen wie die optimale Schriftgutverwaltung, die Erstellung und Führung von Aktenplänen, die Einführung elektronischer Systeme. Das Archiv gibt auch Hilfestellung bei der Aussonderung elektronischer und analoger Akten.

Sicherung von Archivgut

Die Übernahme erfolgt in einem standardisierten Anbietungs- und Übernahmeverfahren. Nach der Übernahme der Akten ins Archiv wird die Vollständigkeit geprüft und die Akten werden elektronisch erfasst. Das bedeutet, der Zugang wird magazintechnisch bearbeitet, die Akten werden einem Bestand zugeteilt, die Archivnummern werden vergeben und die Akten werden signiert. Anschließend werden die Akten eingelagert. Zur Sicherung gehört die Bestandserhaltung. Darunter fällt der Schutz des Archivguts. Die Akten werden sachgerecht in säurefreien Archivboxen umgelagert, sie werden entmetallisiert und anschließend automatisch verfilmt. Die Lagerung erfolgt im Magazin des Bundesarchivs. Die Akten werden auch für die weitere Verwendung konserviert. Man reinigt die Akten und danach wird dem Papier die Säure entzogen. Bei bestimmten Papiersorten wird umkopiert, da sie nicht auf Dauer haltbar sind. Diese kopierten Texte werden besonders gekennzeichnet. Zur Sicherung gehört auch die Restauration von Archivgut. Aufgaben wie das Anfasern wird direkt im Bundesarchiv vorgenommen. Bei Schimmelbefall werden die Akten luftdicht verschweißt und zur Bestrahlung gegeben. Seit 2010 besitzt das Bundesarchiv Koblenz eine Gefriertrocknungsanlage. Durch ein Vakuum können gefrorene Aktenüber mehrere Tage getrocknet werden. Aktuell werden im Bundesarchiv Akten des Stadtarchivs Köln getrocknet.

Nutzbarmachung

Bewertung

Bevor die Akten zu Archivgut werden müssen sie bewertet werden. Die Archivare des Bundesarchivs entscheiden über Aufbewahrung oder Kassation der Massenakten. Das Bundesarchiv entscheiden nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist. Die Entscheidungskriterien umfassen:

  • Die Erforschung oder das Verständnis der deutschen Geschichte
  • Die Sicherung berechtigter Belange des Bürger
  • Die Bereitstellung von Informationen für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtssprechung

Es gibt mehrere Bewertungskriterien des Bundesarchivs. Das wichtigste Kriterium für die Bewertung von Akten der Bundesbehörden ist die Zuständigkeit. Es werden nur Akten übernommen, wenn die abgebende Stelle federführend in der Zuständigkeit ist. Ergänzende Bewertungsmotive sind die Art der Aufgabe (z.B. Gesetzgebungsverfahren), Bedeutung der wahrgenommenen Aufgabe, Umfang der Aufgabenwahrnehmung, Aktenführung, Überlieferungsverhältnisse.

Erschließung

Um das Archivgut nutzen zu können, muss es erschlossen werden. Heute wird alles digital erschlossen und ist genauso online zu recherchieren. Das Bundesarchiv erstellt jedoch weiterhin die klassischen Findbücher, die man vor Ort im Benutzersaal anschauen kann. Diesen Büchern ist aber auch eine CD-ROM beigelegt.

Zur Erschließung des Archivgut nutzt das Bundesarchiv gegebene Hilfsmittel wie die Abgabeverzeichnisse und Aktenpläne. Die erste Stufe des Erschließens ist die Aktenart. Das Bundesarchiv unterscheidet unter Sach-, Prozess- oder Personenakten. Jede Art ist unterschiedlich zu erschließen und haben auch unterschiedliche Sperrfisten. Sachakten sind 30 Jahre nach Entstehung frei zugänglich, während Personenakten erst 30 Jahre nach Tod der betreffenden Personzugänglich sind. Falls das Todesdatum unbekannt sein sollte läuftdie Frist erst 110 Jahre nach der Geburt aus und ist Datum bekannt ist die Archivalie 60 Jahre nach Entstehung zugänglich.

Informationsvermittlung und Benutzungsdienst

Die Benutzergruppe des Bundesarchivs umfasst: Wissenschaftler, Behörden, Wirtschaftsunternehmen, Journalisten/Publizisten und Privatpersonen.

Die Benutzung des Bundesarchivs ist ein Jedermann-Recht und durch das Bundesarchivgesetz festgelegt. Die Akten sind jedoch erst nach Ablauf der Schutzfristen einzusehen. Das bedeutet aktuell können nur Akten bis zum Jahr 1981 eingesehen werden. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten der Fristverkürzung (über Benutzungsanträge).

Das Bundesarchiv empfiehlt sich vor dem Besuch im Bundesarchiv zu informieren, nach den Beständen zu recherchieren und sich anzumelden, damit vor Ort mehr Zeit für die Forschung bereit steht und es nicht an den Formalien scheitert.

Verwertung

Das Archivgut kann auch für andere Aufgaben als die Benutzung verwendet werden. Das beste Bespiel ist der Ausstellungsbereich des Bundesarchivs, z.B. eine Ausstellung zum Thema Mauerbau. Anhand des Archivguts ist die Geschichte des Mauerbaus dokumentiert. Man kann Briefe der damaligen Regierenden sehen und Wahlplakate oder Fotos aus dem Bildarchiv des Bundesarchivs. So kann jede Ausstellung durch das Archivgut des Bundesarchivsunterstützt werden.

Zur Verwertung gehört ebenso die Erstellung von Editionen z.B. die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung.

Recherche im Bundesarchiv

Falls etwas im Bundesarchiv recherchiert werden soll, bietet sich die online Recherche an. Man kann auf alle Datenbanken des Bundesarchivs online zugreifen. Mit ARGUS kann man denAktenbestand des Bundesarchiv durchsuchen: ARGUS Katalog des Bundesbank

Unter der Zentralen Nachlassdatenbank führt das Bundesarchiv in Kooperation mit vielen anderen Archiven eine Datenbank, welche die gezielte Recherche nach Nachlässen anbietet. http://www.nachlassdatenbank.de/

Mit dem digitalen Bildarchiv kann man online auf einen Teil der Bilder des Bundesarchivs zugreifen und sie sich sogar downloaden. http://www.bild.bundesarchiv.de/

Über die Filmdatenbank des Bundesarchivs kann man sich über die im Bundesarchiv aufbewahren Filme informieren und nach ihnen recherchieren. http://www.bundesarchiv.de/benutzungsmedien/

Quellen