Erfassung in der Information und Dokumentation: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Hauptaugenmerk liegt auf der '''Beschaffung''' [[Medienarten (IuD)|grauer Literatur]], die, nach '''Prüfung auf [[Dokumentationswürdigkeit|Dokumentationswürdigkeit]]''', durch [[Erwerbungsarten (Information und Dokumentation)|Kauf]] oder [[Erwerbungsarten (Information und Dokumentation)|Tausch]] in die IuD-Stelle kommt. <br />
 
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Zur '''aktiven Information''' werden Inhaltsangaben erstellt, um sie über einen Dokumentationsdienst zur Verfügung zu stellen und somit der Öffentlichkeit anbieten zu können.<br /> Der letzte Punkt ist die '''Ablage''' der DE. Sie wird in einer Datei angelegt. Falls die DE nicht in einer Dokumentationsstelle aufbewahrt wird, wird sie weitergeleitet. Für den ganzen Ablauf kann ein Laufzettel oder ein großer Stempelaufdruck verwendet werden.
 
Zur '''aktiven Information''' werden Inhaltsangaben erstellt, um sie über einen Dokumentationsdienst zur Verfügung zu stellen und somit der Öffentlichkeit anbieten zu können.<br /> Der letzte Punkt ist die '''Ablage''' der DE. Sie wird in einer Datei angelegt. Falls die DE nicht in einer Dokumentationsstelle aufbewahrt wird, wird sie weitergeleitet. Für den ganzen Ablauf kann ein Laufzettel oder ein großer Stempelaufdruck verwendet werden.
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# Das Werk muss inhaltlich erschlossen werden.
 
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Der Medizin sind die Innere Medizin, die Chirugie und die Gynäkologie untergeordnet. Der Chirurgie ist dann die Gefäßchirurgie, die Bauchchirurgie und die Knochenchirurgie untergeordnet. Und der Knochenchirurgie sind wiederum die Fraktur und der Gelenkersatz untergeordnet.
 
  
 
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Der untergeordnete Begriff ist ''Bank''.
 
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Diesem Begriff sind zwei Begriffe übergeordnet: ''Sitzgelegenheit'' und ''Geldinstitut''.
 
  
 
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====Paritive Hierarchie====

Version vom 23. Juni 2013, 15:20 Uhr

Dokumentarische Bezugseinheit (DBE) und Dokumentationseinheit (DE)

In der Information und Dokumentation unterscheidet man zwischen der Dokumentarischen Bezugseinheit (DBE) und der Dokumentationseinheit (DE). Die DBE ist die primäre (originale) Informationsquelle und die DE ist die sekundäre Informationsquelle. Diese wird der DBE, also der Erstquelle, entnommen.

Beispiel: Die DBE ist die Zeitschrift und die DE ist der Datensatz mit Informationen aus der Zeitschrift, also ein Zeitschriftenaufsatz.

Aufnahme einer Dokumentationseinheit:

Das Hauptaugenmerk liegt auf der Beschaffung grauer Literatur, die, nach Prüfung auf Dokumentationswürdigkeit, durch Kauf oder Tausch in die IuD-Stelle kommt.
Es erfolgt die Dublettenkontrolle.
Hier wird geprüft, ob die DE bereits in der dokumentierenden Stelle vorhanden ist. Manchmal wird dafür ein Autorenverzeichnis geführt.
Als nächstes kommen die Signaturvergabe und die formale Erfassung. Die Erfassung beinhaltet das Verzeichnen des Dokumentes mit Autorenname, Erscheinungsangaben, Angaben zu der eventuellen DBE, wie z.B. der Zeitschrift, aus dem das Dokument entnommen wurde, usw. Diese Erfassung erfolgt meinst über spezielle PC-Verwaltungsprogramme.
Bei der Signaturvergabe muss darauf geachtet werden, dass jede Signatur nur einmal vergeben wird. In den meisten Fällen wird sie bei der Eingabe von formalen Daten vom PC zugeteilt. Signaturen werden in der Regel fortlaufend vergeben.
Dann wird das Dokument mit Deskriptoren/ Schlagwörtern versehen (Indexierung). Zur Erfassung der Deskriptoren und zur besseren Kontrolle, werden diese per Datenverarbeitung in einem Index erfasst, sowie in die DEs eingetragen- das Dokument wird erschlossen. Die formale Erfassung und die Vergabe von Deskriptoren kann in einem erfolgen.
Zur aktiven Information werden Inhaltsangaben erstellt, um sie über einen Dokumentationsdienst zur Verfügung zu stellen und somit der Öffentlichkeit anbieten zu können.
Der letzte Punkt ist die Ablage der DE. Sie wird in einer Datei angelegt. Falls die DE nicht in einer Dokumentationsstelle aufbewahrt wird, wird sie weitergeleitet. Für den ganzen Ablauf kann ein Laufzettel oder ein großer Stempelaufdruck verwendet werden.


Die fünf Stationen der Informationskette

Diese beschreibt die fünf wichtigsten Punkte, die in einem Zeitschriftenaufsatz vorhanden sein müssen:

  1. Der Aufsatz muss in einer Zeitschrift erschienen sein.
  2. Er muss von Fachdezernenten und Datenbankerstellern ausgewertet sein.
  3. Der Aufsatz muss die Prüfung auf Dokumentationswürdigkeit bestehen.
  4. Der Aufsatz muss formal erfasst werden.
  5. Das Werk muss inhaltlich erschlossen werden.


Aufnahme eines Zeitschriftenaufsatzes

Name, Vornamev;vName, Vorname (Funktion):vTitel des Artikelsv:vZusatz zum Titel.vIn:vTitel der Zeitschriftv:vZusatzvBandv(Jahr)vMonatvS. x – y.v-v ISSN

Erläuterung: v = Spatium (Leerzeichen)

Alle IuD-Stellen katalogisieren im Moment noch nach RAK-WB, aber es wird bald auf RDA (Resource Description and Access) umgestellt.

Thesaurus

Ein Thesaurus ist ein kontrolliertes Vokabular. Es besteht aus einer geordneten Sammlung von Begriffen, die alle in thematischen Beziehungen zueinander stehen. In erster Linie werden hier Synonyme verwaltet, aber auch Ober- und Unterbegriffe (siehe: Hierarchien).
Im Allgemeinen ist ein Thesaurus also ein Wissensspeicher, genau wie zum Beispiel ein Wörterbuch. In der Dokumentation eignet sich der Thesaurus als Hilfsmittel für die Sacherschließung. Der Thesaurus dient als Dokumentationssprache zum Indexieren, Speichern und Finden von Dokumenten.

Hierarchien

In der Information und Dokumentation gibt es drei verschiedene Hierarchien.

Monohierarchie

Hier ist jedem Begriff höchstens noch ein anderer übergeordnet.

Beispiele:

Hierarchien.png
Hierarchien2.jpg


Polyhierarchie

Diese funktioniert nur bei Homonymen, also Worten mit gleiche Schreibweise bei unterschiedlicher Bedeutung, und beschreibt mehrere übergeordnete Begriffe die einem untergeordneten Begriff zugeordnet sind.

Beispiel:

Polyhierarchien.jpg

Paritive Hierarchie

Diese Hierarchie ist eine sog. Teilhierarchie, d. h. für jeden Unterbegriff trifft ein Oberbegriff zu, aber nicht umgekehrt.

Beispiel:
Die Augen dieser Person sind blau, aber nicht alle Personen haben blaue Augen ODER Diese Haus ist eine Villa, aber nicht alle Häuser sind Villen.