Institutionen

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Institutionen der IuD

Einrichtungen der IuD (auch IuD-Stellen genannt) können selbständige Organisationen wie z.B. Fachinformationszentren, Fachinformationssysteme (FIS) oder Dokumentationseinrichtungen sein.
Aber auch Datenbanken und Datenbanken–Hosts, (inner-)betriebliche IuD-Abteilungen, sowie Nachrichten- und Presseagenturen, bzw. alle im Informationsbereich tätigen Einrichtungen gehören dazu. Als Informationsuchender kann man sich entweder selber an diese verschiedenen Stellen wenden oder die Hilfe von Informationsvermittlungsstellen bzw. selbständige Informationsvermittlern (Infobroker) oder Pressediensten in Anspruch nehmen. [1]


Vier Bereiche der IuD

Betriebliche Information und Dokumentation
Die betriebliche Information und Dokumentation ist einer der wichtigsten Bereiche. Hierunter ist die Organisation innerbetrieblicher Informationsflüsse, z.B. über firmeninterne Informationssysteme wie Intranet, interne Mailsysteme (ICQ) zu verstehen.
Mediendokumentation
Presse-/Funk-/Film-/Fernseh- und Bildarchive (bzw. -dokumentation) stellen Archivmaterial und sind Dienstleister. Hier steht die Aufbereitung, Bereitstellung und Vermittlung von Informationen für Produktion und Programm im Fokus der IuD.

Informationssysteme öffentlicher Verwaltung
Hierzu gehören Personalauskunftssysteme, Verwaltungs- und Parlamentsinformationssysteme, Vorgangsdokumentationen, sowie Presse- und Informationsabteilungen für Regierungen und Verwaltungen.

Wissenschaftlich-technische Information
Dies ist die klassische IuD, welche Nachweise aus der wissenschaftlichen Literatur vermittelt. Dazu gehört beispielsweise auch die Nutzung von Fachdatenbanken(z.B. über Wahlen) und Produkt-Informationen..

Dokumentationseinrichtungen

1974 begann man in Deutschland, ausgelöst durch das Programm der Bundesregierung zur Förderung von Information und Dokumentation 1974-1977 (IuD-Programm), mit dem Aufbau eines Netzes von Informations- und Dokumentationseinrichtungen. Damals verstand man das Thema “Fachinformation” eher als Wirtschaftszweig und das Programm dementsprechend mehr als Beitrag zur Wirtschaftsförderung, denn zur Förderung der Wissenschaft.
Es folgten weitere IuD-Programme, wie die Bildung von Fachinformationssystemen (FIS) mit Fachinformationszentren durch die Zusammenfassung bereits bestehender Einrichtungen.[2][3]


Fachinformationen

siehe Fachinformation

Es gibt Fachinformationszentren z. B. für Technik, Chemie oder Medizin, Recht oder Wirtschaft.[4]

Datenbanken-Host

Hosts (aus dem engl.: Wirt, Gastgeber, Veranstalter) sind Datenbank-Anbieter. Sie sind Dienstleistungsunternehmen, die über ein mehr oder weniger großes Angebot von Datenbanken, wie z.B. Fachdatenbanken verfügen.
Hosts stellen Datenbanken bereit und vertreiben sie, sind jedoch nicht der Datenbankhersteller, -herausgeber bzw. -produzent. Sie erhalten die Rohdaten von Fachorganisationen oder Firmen und erstellen daraus die Datenbank, auf die letztendlich die Benutzer, dank eines einheitlichen vom Host bereitgestellten Systems, über Suchfunktionen zugreifen können. Ein Host fasst Datenbanken verschiedener Hersteller also lediglich zusammen, passt sie an und pflegt sie in ein einheitliches, internes System ein.
Ein Host besteht aus einem Rechenzentrum bzw. Rechnerverbund und wird auch Datenbankanbieter, Datenbankvertreiber oder Distributor, Online Service bzw. Information Service oder Aggregator genannt.[5][6][7]


Datenbanken

Man kann vereinfacht drei verschiedene Arten von Datenbanken nennen: Referenz-Datenbanken wie beispielsweise Literatur-Datenbanken, Volltext-Datenbanken und Faktendatenbanken.
Die Recherche läuft zumeist online über eine Suchanfrage vom Computer aus an die entsprechenden Datenbanken.

  • Referenz-Datenbanken oder Literatur-Datenbanken enthalten nur den Titel, bibliographische Angaben und ggf. ein abstract zu einem Textdokument (z.B. Zeitschriftenartikel, Buch), also nur Verweise auf das ursprüngliche Dokument/ die DBE. Aufgrund dieser Sekundärdaten läßt sich dann Rückschluss auf das eigentlich gesuchte Dokument (die Quelle) ziehen, sie machen also die eigentliche, weitere Suche erst möglich. Beispiele für Literatur-Datenbanken sind Bibliographische Datenbanken (thematische Verzeichnisse) und Bibliothekskataloge (Bestandsverzeichnis).[8]
  • Volltext-Datenbanken enthalten das komplette Textdokument und sind nur wenig strukturiert.
  • Fakten-Datenbanken enthalten gemessene, beobachtete und meist numerische Daten, Informationen und Sachverhalte. Beispiele hierfür sind Adressdaten, Firmenbeschreibungen oder Telefonnummern, Forschungs- und Messergebnisse. Sie sind in der Regel formal und inhaltlich erschlossen und detailliert strukturiert.

Infobroker

Infobroker (oder auch Informationsvermittler) sind privatwirtschaftliche Dienstleister, die entgeltlich Informationen, Fakten bzw. Wissen recherchieren, auswählen/auswerten und entsprechend der Vorgaben des Kunden zur Präsentation aufbereiten, sprich vermitteln.
Dabei nimmt der Infobroker dem Informationsuchenden mit seinem Know-How die Auswahl und den Zugang zu geeigneten Recherchetools und Datenbanken ab, filtert und selektiert aus einer Flut von Daten und Informationen die entscheidenden und benötigten heraus.

Infobroker ist kein Beruf im eigentlichen Sinne - jeder darf sich so nennen. Als Fachangestellte/r für Medien und Informationsdienste, Bibliothekar/in, Archivar/in, Dokumentar/in oder Dipl. Informationswirt/in bzw. Informationswissenschaftler/in hat man ideale Voraussetzungen, um in diesem Bereich tätig zu sein.

Quellen

  1. www.uni-saarland.de/?id=23961
  2. Jürgen Seefeldt/Ludger Syré: Portale zu Vergangenheit und Zukunft – Bibliotheken in Deutschland. Hrsg.: BID. - 4. aktualisierte u. überarb. Auflage. - Georg Olms-Verlag 2011
  3. Bibliotheksportal -> Dokumentationseinrichtungen
  4. Wikipedia Fachinformationszentren
  5. Informationserschließung und Informationretireval, 4. Speicherung von Dokumenten in Datenbanken, Luckardt
  6. Wikipedia Host (Informationstechnik)
  7. Wikipedia Host (Datenbankanbieter)
  8. Wikipedia Literaturdatenbank