Rechtsgrundlagen-IuD

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Rechte und Verträge

Die Tätigkeit von Informations- und Dokumentationseinrichtungen basiert auf einer Reihe von Verträgen. Für die Benutzung durch Informationssuchende sind vor allem der (hausinterne) Benutzervertrag, eventuell aber auch ein Leihvertrag von Bedeutung. Dem Erwerb der Dokumente liegen Kaufverträge, Lizenzverträge und/oder Nutzungsverträge zugrunde.

Urheberrecht

Für die Sammlung, Aufarbeitung und vor allem die Nutzung durch die IuD selbst sowie die Weitergabe der Informationen spielt das Urheberrecht eine entscheidende Rolle:
Geschützt werden durch dieses Gesetz alle Werke, die im weitesten Sinne der Literatur, Wissenschaft und Kunst zugeordnet werden können. Es muss sich bei den Werken um eine eigene schöpferische Leistung eines Menschen handeln. Die Frist für die Gewährung des Urheberrechts beträgt bis zu 70 Jahren nach dem Tode des Urhebers.
Im Allgemeininteresse sind auch Ausnahmen geregelt, wie z.B. das Recht der Vervielfältigung zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch (§ 53 UrhG), das Recht zum Kopienversand (§ 53a UrhG) und das Recht der öffentlichen Zugänglichmachung (§§ 52 a und b UrhG. Diese Ausnahmen haben eine zentrale Bedeutung für IuD-Einrichtungen.
Knackpunkt bei allen Auseinandersetzungen und Fragen rund um das Urheberrechtsgesetz ist zum Einen das exklusive Recht des Urhebers, allein zu bestimmen auf welche Art sein Werk verwertet werden darf und zum Anderen die gesetzlichen Ausnahmen, die im Interesse der Allgemeinheit ausgeübt werden dürfen (z.B. bezüglich „Personen des öffentlichen Interesses“ oder allgemein das „Informationsfreiheitsgesetz (IFG)“.

Leistungsschutzrecht

Verwandte Schutzrechte des Urheberrechts sind Rechte, die Leistungen schützen, wie die des darstellenden Künstlers oder des Datenbankherstellers. Die Schutzfrist beträgt in den meisten Fällen 50 Jahre und bei den Datenbankherstellern 15 Jahre.

Quellen